Wissenschaft

Aktuelle Meldungen

18.01.2019

Warum sich Kakaopulver so widerspenstig in Milch löst

Meine persönliche Bemerkung.
Ein sehr guter Tipp. Allerdings möchte ich noch etwas hinzufügen: Der Begriff hydrophop, der im Artikel genannt wird, bedeutet eigentlich das Pulver sträubt sich gegen wässrige Flüssigkeit und dann ist dann der Fall, wenn es fettliebend ist. Genau wie bei der Kosmetik benötigt man um Wasser mit Öl zu verbinden einen Emulgator. Ein sehr gesunder und natürlicher Emulgator ist Lezithin. Für die Hobbythek war es deshalb ein wichtiger Rohstoff. Um diesen weiterbeziehen zu können, habe zwei sehr aktiven Damen meinen Namen zur Verfügung gestellt, die eine kleine Firma gegründet haben mit dem Namen ‚Jean-Pütz-Produkte‘. Sie finden sie auf meiner Homepage als Button, den Sie anklicken müssen. Ich bin an dieser Firma nicht beteiligt, habe ihnen aber unter der Voraussetzung das Recht erteilt, jederzeit die Qualität angebotenen Produkte prüfen zu können. Wenn Sie also Anhänger der Hobbythek-Rezepte sind, finden Sie alle Rohstoffe, die Sie brauchen.
Noch einmal zurück zum Lezithin: Wenn Sie sich selbst Ihre Kakaogetränke herstellen wollen, ohne auf die zuckersüßen Fertigprodukte von z. B. Nesquick zurückgreifen zu wollen, dann empfehle ich, das Kakaopulver mit 10% Lezithin zu vermischen und zunächst mit ein wenig Milch anzurühren, dann Zucker oder den speziell von mir entwickelten Süßstoff, der zigmal gesünder ist als Zucker, danach die kalte oder erwärmte Milch darauf zu gießen. Aber natürlich können Sie es auch wie im folgenden Rezept der Bundesanstalt für gesundheitliche Aufklärung angegeben machen.
Viel Spaß
Ihr Jean Pütz

**Wussten Sie schon...**

...warum sich Kakaopulver so widerspenstig in Milch löst?

(BZfE) – Lösliche, kakaohaltige Getränkepulver sind manchmal wahre
Zuckerbomben. Wer selbst entscheiden will, wie viel Zucker der flüssige
Schokoladengenuss enthält, macht sich einfach seine eigene Mischung.
Echtes Kakaopulver findet man meist in der Abteilung „Backzutaten“.

Kakaopulver, Milch und etwas Zucker nach Bedarf – so kurz ist die
Zutatenliste für den selbst hergestellten Kakao-Spaß. Doch wenn man die
drei Zutaten einfach nur schnell zusammenrührt, folgt auf die helle
Vorfreude schnell Ernüchterung: Das Kakaopulver steigt nach oben und
bildet auf der Milch eine zusammenhängende, trockene Pulverschicht.
Dazwischen gibt es ein paar dickere Kakaopulverkügelchen. Emsiges Rühren
und mühsames Zerdrücken der Klümpchen hilft nicht: Sie werden allenfalls
kleiner, die Pulveroberfläche aber bleibt – oder verklumpt selbst.
Lecker ist anders.

Warum ist das so? Kakaopulver ist hydrophob, das heißt fettliebend. Es
löst sich schlecht in wässrigen Flüssigkeiten. Dazu gehört auch Milch,
trotz ihres Fettgehaltes von rund 3,5 Prozent. Gießt man Milch auf den
Kakao, dann klumpen die Teilchen zusammen und schließen dabei viele winzig
kleine Luftbläschen ein. Die steigen auf und bilden eine Art Deckel auf
der Milch. Der lässt sich auch durch Rühren kaum zerstören.

Zum klümpchenfreien Kakaogenuss führt ein kleiner Umweg: Zuerst das
Kakaopulver mit ganz wenig Milch anrühren. Zwar bilden sich auch dann im
ersten Moment unzählige Klümpchen, sie lassen sich aber im
Milch-Kakaobrei durch Rühren leicht zerkleinern. Denn hier wirken
vergleichsweise starke Schwerkräfte. So verteilen sich die
Kakaopulverteilchen besser in der Milch. Schnell bildet sich eine
dickflüssige, glatte Suspension. So nennt man gleichmäßig verteilte,
frei schwebende feste Teilchen in einer Flüssigkeit. Die
Kakaopulver-Milch-Suspension lässt sich dann wunderbar in heißer oder
warmer Milch aufgießen. Zucker dazu, fertig ist der Kakaogenuss.

Der Trick funktioniert übrigens genauso bei anderen nicht wasserlöslichen
Pulvern wie Mehl oder Stärke, die in großen Mengen Flüssigkeit
suspendiert – also verteilt werden – sollen. Wer Soßen andicken
möchte: Einfach vorher mit wenig Flüssigkeiten anrühren.

Wenn Sie mehr über Kakao wissen wollen:
http://www.bzfe.de/inhalt/kakao-31676.html
<https://www.bzfe.de/inhalt/kakao-31676.html>

Dr. Christina Rempe, http://www.bzfe.de